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PRESSE

Auszug aus dem Interview von jetzt.de (Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung) mit Andreas Bach, 27.3.2011:

Andreas Bach hat einen Film über junge Profis auf dem Weg ins Spiel gemacht - jetzt erscheint "Hauptsache Fußball" als DVD. Ein Interview übers Erwachsenwerden im Sport.

jetzt.de: Sie tauchen selber als Figur in Ihrem Film auf, auch Ihr Sohn hat eine kleine Rolle. Er ist neun Jahre alt und Fußball-Fan, der auch selber spielt. Würden Sie ihm raten, Fußball-Profi zu werden? 

Andreas Bach: Nein. Das liegt aber nicht daran, dass ich denke, dass das Geschäft über die Maßen unmenschlich ist. Es liegt daran, dass ich möchte, dass er sich irgendwann selbst frei entscheidet, welchen Beruf er letztendlich ausüben will.

jetzt.de: Für den Film haben Sie viele Fußball-Vereine überall in Deutschland besucht. Haben Sie da einen Einblick in eine Branche bekommen, in die Sie überhaupt einen jungen Fußballer schicken würden?

Bach: So gut ist mein Einblick nun auch nicht. Aber ich würde sagen, dass die Branche prinzipiell nicht „gefährlicher“ ist als jede andere. Wer sich sozial ausleben möchte und wem der Teamgedanke wichtig ist, für den kann das sicher spannend werden. Das Wichtigste ist aber, das sieht man auch im Film, dass man es wirklich wollen muss. Man muss Talent haben, aber es braucht natürlich auch eine große Portion Disziplin.
 
jetzt.de: Den jungen Profis, die man Woche für Woche in der Bundesliga oder sogar bei Länderspielen sehen kann, merkt man das auch an. Sie sind, wie der ehemalige Dortmunder Profi Lars Ricken es in dem Film sagt, sehr früh erwachsen geworden.

Bach: Das stimmt. Wobei es da durchaus individuelle Unterschiede gibt. Aber es ist schon richtig, dass diese Jungs viel von ihrer Jugend opfern. Das merkt man dann auch an der Entwicklung, die sie nehmen. Schauen Sie sich zum Beispiel mal Holger Badstuber, mit dem wir für den Film gesprochen haben, im Vergleich zu Bastian Schweinsteiger an, der fünf Jahre älter und schon länger im Geschäft ist. Dann blicken Sie mal fünf Jahre zurück, 2006, ins sogenannte Sommermärchen. Da wird deutlich, wie schnell diese Spieler in kurzer Zeit reifen.

(das vollständige Interview gibt es hier)

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